GRENZ- Erfahrung, oder die Freiheit der Grenzen

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GRENZ- Erfahrung, oder die Freiheit der Grenzen

22 März, 2019 • 16:00 - 24 März, 2019 • 17:00

In diesen 2,5 Tagen werden wir uns mit der Vielfalt von Grenzen beschäftigen. Was heißt es für mich Grenzen zu haben, Grenzen zu erleben, Grenzen zu setzen.

„Klare Grenzen geben Freiheit; mir, meinem Mann, meinen Kindern und meinen Pferden“, so hat es eine Klientin formuliert. Diese Aussage hört sich, für die meisten Menschen, erst einmal unvorstellbar an. Viele Menschen verbinden mit Grenzen Einschränkung, Abweisung, Unbeweglichkeit….

Was bedeutet es für mich, meine Grenzen wahr zu nehmen, auf sie zu achten und sie ggf. auch einzufordern? Es heißt, dass ich auf mich achtgebe, mich selbst akzeptiere und respektiere.

In Zusammenarbeit mit den Pferden entwickele ich ein Gefühl für Grenzen. Erlebe wie viel Raum mein Körper braucht, damit mein Geist gut arbeiten kann. Ich lerne, die Grenzen meines Gegenübers zu erspüren und zu respektieren. Und ich lerne, wie es sich anfühlt, wenn meine Grenzen erspürt und respektiert werden.

Formuliere ich meine Grenzen klar, wird es für mein Gegenüber sehr viel leichter sie zu erkennen und anzunehmen. Viele Grenzverletzungen finden unbewusst statt, weil mein Gegenüber ganz andere Grenzen hat. Mit einem klaren Gespür für Grenzen mache ich nicht nur mein Leben leichter, ich bin auch für meine Umwelt besser zu „lesen”. Bin ich mir meiner Grenzen bewusst, lerne ich sie frühzeitig setzen und kann ich sie leicht und flexibel gestalten. Dies vermittelt mir Sicherheit und Selbstbewusstsein und das strahle ich dann nach Außen, einfach so.

Pferde haben ein sehr feines Gespür für Grenzen, ihre eigene Grenzsetzung ist klar und deutlich und natürlich non- verbal.

Sie entscheiden, wer sich in ihrem persönlichen Raum aufhalten darf. Durch das gegenseitige Ausloten des persönlichen Raumes kommunizieren sie beständig, sind im gegenseitigen Kontakt. Es ist ein Spiel, ein Tanz zwischen Nähe und Distanz, für Pferde gehört dies ganz natürlich zum Leben in der Herde.

Pferde sind Meister darin dies Können mit uns Menschen zu teilen. Sie spüren, wie bewusst wir Menschen mit unserem persönlichen Raum umgehen. Sie zeigen auf, wenn meine Grenzsetzung unklar oder schwammig ist, aber auch wenn meine Grenzsetzung sehr starr, unbeweglich oder unverhältnismäßig ist … und das ganz ohne erhobenen Zeigefinger.

Bringe ich meine Grenzen klar zum Ausdruck, kann ich mich im Bedarfsfall schützen und aus dieser Sicherheit heraus kann aus meiner Komfortzone heraustreten und Bereiche betreten, in denen persönliches Wachstum möglich ist.

In diesen Tagen hast Du die Möglichkeit deine Grenzen zu erleben, spielerisch ein Gespür für sie zu bekommen. Dich zu erproben …Und kannst mit deinem ganzen Körper die Freiheit der Grenzen erleben.

 

Kursleitung: Christiane Löttgen 

Kursgebühr: 599,- Euro inklusive diverser Seminarunterlagen, Mittagessen, Getränke und Snacks

Kurszeiten: Freitag 16.00-19.00 Uhr, Samstag 10.00- 17.00 Uhr, Sonntag 10.00- 16.00 Uhr

 

 

 

 

 

Dieser wunderschöne Songtext von Dota Kehr fast in Worte, was Grenzen sein sollten und was nicht :-))))

 

GRENZEN

 

Wer ist drinnen wer ist draußen

Ich male eine Linie, du darfst nicht vorbei

Da trifft Luft auf Luft

Da trifft Land auf Land

Da trifft Haut auf Blei

Wo ist oben wo ist unten

Wer könnte, wer wollte das ändern?

Was geschieht in den Ländern

An ihren Rändern

Es gibt Frontex und Poschpex Zeune, Waffen, Flüchtlingsabwehrkonferenzen Das Mittelmeer wird ein Massengrab

Es gibt Grenzen

Sie führen zu Nationalsozialismus mit seinen bekloppten Konsequenzen

Man entrechtet Leute nur weil sie von irgendwoher kamen

Es gibt Grenzen

Könnten sie diese Antwort bitte sinngemäß richtig ergänzen

Das liegt moglicherweise im Kern des Problems

Es gibt Grenzen

Ich melde mich ab

Ich will einen Pass wo Erdenbewohner drinn‘ steht

Einfach nur Erdenbewohner

Sag mir bitte wohin man da geht

Ich melde mich ab

Ich melde mich um

Es kann doch so schwierig nicht sein

Schreibt einfach nur Erdenbewohner da rein

Wir ziehen eine Grenze im Himmel

Ein Gott ist hier und einer ist dort

Dann drohen sie sich mit den Fäusten

In Ewigkeit und sofort

Da muss es was besseres geben

Frieden bringt kein Götterbote

Wir haben es ein paar tausend Jahre mit Grenzen versucht

Es gab viele Tote

Nennt mich Naiv

Es ist mir egal aber ich finde es reicht

Ich suche das Land indem jeder den anderen in Staatsunabhangigkeit gleicht

Ich melde mich ab

Ich will einen Pass wo Erdenbewohner drinn‘ steht

Einfach nur Erdenbewohner

Sagt mir bitte wohin man da geht

Ich melde mich ab

Ich melde mich um

Es kann doch so schwierig nicht sein

Ich schließe die Tür und genieße die Stille

Ich grenze mich ab dass muss sein

Jeder hat seine Grenze die ihn umgibt

Sie schließt ihn schützend ein

Jeder Übergriff jeder Schlag Verletzt ein Menschenrecht

Warum schützt man die Grenzen der Staaten so gut und die Grenzen der Menschen so schlecht?

Sie müssen nicht zwischen den Ländern verlaufen aber zwischen den Menschen

Nicht aus Stacheldraht sollen sie sein sondern aus Respekt

Es gibt Grenzen

 

 

 

Details

Beginn:
22 März, 2019 • 16:00
Ende:
24 März, 2019 • 17:00