Angst und Pferd ist das wirklich ein Punkt, der eine eigene Position auf einer Webseite braucht?

Ich glaube ja. Kennen wir nicht alle jemanden, von dem wir denken, dass er oder sie Angst vor seinem/ ihrem Pferd hat? Kennen wir nicht alle irgendein Pferd, das besonders ängstlich ist, das auch in vermeintlich harmlosen Situationen kopflos reagiert? Bei wie vielen Pferdebesitzern nehmen wir als Außenstehende die unterschwellig vorhandene Angst wahr, aber würden wir sie auch bei uns selber wahrnehmen?

Angst ist in unserer Gesellschaft eine sehr negativ belegte Emotion. Wer Angst hat ist ein Feigling, Angst soll man sich NIE anmerken lassen, Angst muss man halt überwinden…. Die Liste der negativen Assoziationen ist endlos. Aber ist Angst als solche wirklich so schrecklich? Oder ist eher das, was wir aus und mit der Angst machen so hemmend?

Angst, aus der Perspektive des Pferdes als Beutetier, ist etwas sehr wertvolles. Angst ist das Warnsignal der Natur, dass Gefahr droht. Es ist eine Emotion, die Leben rettet.

So unterschiedlich die Sichtweise.

Ein Pferd als Beute- und Fluchttier ist darauf angewiesen, frühzeitig eine Gefahr wahrzunehmen. Dies geschieht durch die Angst mit all ihren körperlichen Reaktionen, die in einem Pferd aufsteigt. Das Pferd nimmt diesen Angstanstieg als Information wahr, reagiert entsprechend, bringt sich in Sicherheit.  Und die Angst löst sich auf, denn sie hat ihren Zweck als Warnsignal erfüllt.

Dies ist der natürliche Zyklus den Angst durchläuft. Sie steigt auf, wird wahrgenommen, liefert ihre Information, es erfolgt eine entsprechende Reaktion und die Angst hat ihren Zweck erfüllt und löst sich in Luft auf. Auch dem Mensch hat die Angst zu Zeiten des Säbelzahntigers so gedient.

Heute ist Angst oft so verpönt, dass wir einen natürlichen Umgang mit ihr verlernt haben. Ständig unterdrückt, nehmen wir sie oft selber nicht wahr, obwohl sie unterschwellig da ist. Dieser ungesunde Umgang mit Angst führt dazu, dass sich Angst intensiviert und es zur Ausbildung von irrationaler Ängsten kommt. Dies zeigt sich auch in unserer Gesellschaft durch eine ständig steigenden Anzahl von behandlungsbedürftigen Angst- und Panikstörungen.

Pferde als die sensiblen Flucht- und Herdentiere nehmen unsere Angst wahr, auch wenn wir selber sie nicht spüren. Die ein oder andere Erfahrung des Pferdes kommt noch dazu und schon ist das Dreamteam komplett…

In meiner Arbeit lehre ich einen anderen Umgang mit Angst.

Angst ist das Warnsignal der Natur. Lerne ich als Mensch Angst als hilfreiche Information zu erkennen, verliert sie ihren Schrecken und ich kann lernen sie wahrlich “zu meistern”.  Angst, die ständig unterdrückt, versteckt, bekämpft wird, hat die Tendenz, sich immer mehr zu intensivieren. Viele unserer “irrationalen Ängste” sind als solche Intensivierungen entstanden. Entwickele ich nun einen anderen Zugang zur Angst, nehme sie anders und va. frühzeitig wahr, verändert sich mein Umgang mit ihr und damit verändern sich auch die irrationalen Ängste.

Habe ich einen gesunden Umgang mit Angst, beginnt mein Pferd mir zu vertrauen, denn ich werde für das Pferd besser lesbar. Bei mir stimmen dann so zu sagen “Innen und Aussen” überein. 

Es spielt keine Rolle, ob zuerst mein Pferd Angst hatte oder ich, der leichteste Weg zur Veränderung beginnt bei der Arbeit an mir selber.

Eine Trainingseinheit dauert ca. 90 min, die Kosten betragen €90,- . 

Es besteht die Möglichkeit, dass ich zu Ihnen komme und wir vor Ort mit Ihnen und Ihrem Pferd arbeiten oder auch, dass Sie mit Ihrem Pferd zu mir kommen. Bei besonderen Problematiken kann es hilfreich sein, dass Sie zunächst mit meinen Pferden arbeiten und so Ihre eigenen Themen lösen um sich dann gestärkt in die Zusammenarbeit mit Ihrem Pferd begeben.

Auch verschieden Seminare können Ihnen helfen einen anderen Zugang zu Ihrer Angst zu entwickeln und Sie so befähigen, ein Miteinander in gegenseitigem Respekt und Vertrauen zu Ihrem Pferd zu erlangen.

Seminare, die sich anbieten sind zB.:

„Selbstbewusstsein durch Pferde- Stärken“,

„Grenzerfahrung oder die Freiheit der Grenzen“, oder auch

„Das Glück dieser Erde liegt auf dem Rücken der Pferde…“